Pfarrkirche St. Brigida

 

Preying

Landkreis Freyung – Grafenau

 

Bistum Passau

Patrozinium: 1. Februar, Brigida

 

1. Lage

Von Passau auf der B 85 in Richtung Grafenau kommend, wird zwischen Tittling und Schönberg westlich der Wohnturm der Saldenburg und östlich die schöngelegene Dorfkirche von Preying sichtbar.

 

2. Äußeres

Betrachtet man die Kirche aus der Entfernung, so stellt man eine Harmonie der Anordnung der Einzelelemente und eine augenfällige Stimmigkeit, ja Eleganz fest. Der spätgotische Baukörper wird belebt und rhythmisch gegliedert durch mehrere Strebepfeiler, die neben einer Zierfunktion auch statische Bedeutung haben. Strebepfeiler, Einrahmungen der spitzbogigen Fenster, Maßwerk und Ecksteine des Turmes sind aus grauem, heimischen Granit gefertigt, während der übrige Bau verputzt ist.Das steil und hoch aufragende Dach der Kirche wird vom, im Mauerwerk gotischen Turm überragt, der aus der Mittelachse gerückt und von einer feingeschnittenen barocken Zwiebelkuppel gekrönt ist.

 

3. Inneres

Betritt man das Innere, so sieht man einen einschiffigen, hochräumigen gotischen Bau, der um 1480 errichtet wurde. Netzgewölbe, Fenstergewände und Türstöcke sind aus grobkörnigem Granit. Presbyterium und Schiff weisen nahezu die gleiche Länge auf. Als ersten Eindruck empfindet man, dass die Kunstwerke aus Barock und Rokoko sich vortrefflich in den gotischen Raum einfügen, nicht überladen, sondern zurückhaltend.

 

 

 

4. Geschichtliches

1356

Bau einer kleinen Kirche durch Ritter Tuschl von Söldenau und Übergabe an die Prämonstratenser-Chorherren von Osterhofen

1377













Anschaffung einer Glocke (Wetterglocke)













1461 - 1484

Bau der spätgotischen Kirche durch Abt Johann Schiltl

1630 - 1672

Barocke Ausstattung durch Abt Christoph Dimpfl

1672












Hochaltar

1673

 

 

wurde das Altarbild gemalt. Riedl stellte St. Brigida dar, die Speisen
an Arme verteilt. Von Brigida kommt der Name des Ortes Preying
("Preiden").

 

1716

 

Eine Feuersbrunst richtete großen Schaden in der Kirche an.

 

1751

 

Neueinrichtung der Kirche (Renovierung)

 

1758

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

war der gestohlene St. Achatius-Altar von Dießenstein in Österreich wiedergefunden worden. Er wurde als linker Choraltar in der Preyinger Kirche aufgestellt. Die heilige Brigida wird mit Szepter und Brot in den Händen dargestellt.

1772

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Hochaltar wurde durch folgende Figuren erweitert:

 

 Hl. Erasmus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Hl. Rupert von Salzburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hl. Norbert von Xanten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hl. Nikolaus

 

1779

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seitenaltäre im Rokoko-Stil

 

Altar der Skapulierbrüderschaft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Margarethen-Altar

1879

 

Preying wird zur Pfarrei erhoben

 

1993 - 1994

 

Außenrenovierung

 

2008 - 2009

 

 

Kirchenrenovierung mit Einbau einer modernen Erdwärme-Heizung und Erneuerung des Leichenhauses

 

2010

Einbau einer neuen Kirchenorgel